22.06.2011 - 09:45 Uhr
Chemie sucht die Balance
WIESBADENER GESPRÄCHE Ökonomie, Ökologie und Soziales als gemeinsame Ziele
Heutige Verteilungsspielräume müssen nach Ansicht des Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, für Investitionen in die Beschäftigten und dem nachhaltigen Erfolg der Unternehmen genutzt werden. Dazu zähle die Verantwortung von Gewerkschaften und Firmen, ökonomischen Erfolg, Ökologie und sozialen Fortschritt in eine Balance zu bringen, sagte Vassiliadis bei den 7. Wiesbadener Gesprächen zur Sozialpolitik. Zentrales Thema in diesem Jahr: “Soziale Marktwirtschaft: Verantwortungsvoll gestalten.”
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22.06.2011 - 09:17 Uhr
Hessenchemie setzt Modernisierungskurs fort
Der Arbeitgeberverband Hessenchemie blickte im Rahmen seiner Mitgliederversammlung 2011 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 2010 wurde er „Verband des Jahres”, erhielt den „Deutschen PR-Preis” sowie den „internationalen Arbeitgeberpreis für alternsgerechte Personalpolitk”. Zudem gab es die „Goldene Lilie” für gesellschaftliches Engagement. Der eingeschlagene Modernisierungskurs wird mit dem „Center of Excellence” und einem „Green Building” fortgesetzt.
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17.06.2011 - 08:07 Uhr
„Fair Play“ in der Chemie
Firmen-Ethik steht im Mittelpunkt der 7. Wiesbadener Gespräche
Der globale Wettbewerb ist hart. Wer überleben will, braucht wirtschaftlichen Erfolg. Doch wie im Sport muss „Fair Play“ auch in der Sozialen Marktwirtschaft das oberste Gebot sein. In der Chemie-Branche haben die Sozialpartner deshalb 2008 mit dem Wittenberg-Prozess einen „Ethik-Pakt“ geschlossen. Darum geht es auch bei den 7. Wiesbadener Gesprächen zur Sozialpolitik am 21. Juni, zu denen der Arbeitgeberverband HessenChemie einlädt.
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26.03.2010 - 06:10 Uhr
Pharmaindustrie in Hessen ein Stabilitätsanker
Die hessische Arzneimittelbranche hat sich in den vergangenen Jahren als Jobmotor erwiesen. Von 1999 bis 2008 stieg die Zahl der Mitarbeiter in den Pharmabetrieben um gut ein Fünftel, während der Maschinenbau im selben Zeitraum fast 17 Prozent und die Autoindustrie gut 15 Prozent der Stellen eingebüßt haben.
Dies geht aus einer Studie hervor, die Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, gestern bei den “Wiesbadener Gesprächen” des Arbeitgeberverbands HessenChemie vorstellte. Die Pharmabranche mit Arzneimittel- und Medizintechnikherstellern trotze der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik und sei ein Stabilitätsanker, erläuterte Hüther.
Die Arzneimittelfirmen zählten in Hessen 23 800 Mitarbeiter, während die Medizintechnikunternehmen wie B. Braun Melsungen oder Fresenius insgesamt auf gut 10 000 Beschäftigte kämen. Wie Hessen-Chemie am Mittwoch erläuterte, hat die Pharmabranche 2009 die Belegschaften sogar noch um 2,3 Prozent aufgestockt. Dieser Wirtschaftszweig stelle knapp ein Zehntel aller Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe und annähernd 13 Prozent des Umsatzes. Zum Vergleich: Der Maschinenbau steht laut Hüther für 13,6 Prozent der Mitarbeiter im verarbeitenden Gewerbe und für gut elf Prozent des Umsatzes. Anders gesagt: Die Pharmabranche erwirtschaftet mit weniger Mitarbeitern relativ höhere Erlöse.
Hüther untermauerte mit Zahlen auch die hohe Bedeutung der Pharmabranche für Hessen: Der Anteil der Beschäftigten dieses Wirtschaftszweigs am verarbeitenden Gewerbe sei in diesem Bundesland mehr als doppelt so hoch wie im
Bundesschnitt, der Umsatz sogar mehr als dreimal so stark. Auch in der Zukunft werden Arzneimittelhersteller und Medizintechnikunternehmen in Hessen und Deutschland eine bedeutende wirtschaftliche Rolle spielen, wie der Volkswirt vorhersagte. Viele Experten rechneten derzeit aber eher mit einem sogenannten Negativszenario, das gekennzeichnet sei durch weitere Kostendämpfung im Gesundheitswesen, Preiskontrollen, verschärfte Anforderungen an die Zulassung von Produkten und fallende Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Nach dieser Lesart droht die Marktposition deutscher Pharmaunternehmen hinter jener der sogenannten Bric-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China abzusacken. Dies ginge wiederum zu Lasten der Produktion in Hessen und Deutschland.
Der Deutschlandchef von Sanofi-Aventis, Martin Siewert, forderte am Rande der “Wiesbadener Gespräche”, deutsche Forschung müsse sich auch in Form von Produkten auf dem Markt hierzulande niederschlagen. “Sonst stimmt etwas nicht.” Wenn die Industrie beweise, dass Innovationen
etwa bei Medikamenten einen Mehrwert hätten, müssten sie auch bezahlt, also von den Kassen erstattet werden, sagte er. Dies würde dem Standort und dem Arbeitsmarkt helfen.
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